Werbeeinnahmen: Schwacher Jahresbeginn für TV-Sender

Montag, 11. März 2002

Noch ist ein Ende der Konjunkturflaute nicht in Sicht: Im Februar dieses Jahres mussten die deutschen Medien einen Verlust von 4,7 Prozent des Brutto-Umsatzes gegenüber dem Vorjahr hinnehmen. Das geht aus der Statistik von A. C. Nielsen Werbeforschung hervor. Die Einnahmen der Medien liegen damit bei 1,20 Milliarden Euro (Februar 2001: 1,26 Milliarden Euro).

Die stärksten Einbußen mussten das Fernsehen mit einem Minus von 7,4 Prozent verkraften. Schon im Januar war der Umsatz in der TV-Branche um 9,8 Prozent gesunken. Auch die Publikumszeitschriften verzeichnen ein Minus von 4,2 Prozent - im Januar waren es noch 4,9 Prozent.

Hinzugewonnen hat hingegen die Plakatwerbung, die allerdings anders als im Januarvergleich mit einer Steigerung von 33 Prozent im Februar lediglich 2,2 Prozent gut machen konnte. Die Radiobranche erholte sich im Februar mit einem Zuwachs von 4,8 Prozent vom 5,7-prozentigen Umsatzverlust im Monat davor.

Media-Control bestätigt diesen Trend: Eine Untersuchung des Marktforschungsinstituts, die auf den von der GfK ermittelten Zahlen basiert, weist einen Verlust von 8 Prozent des Brutto-Umsatzes für die deutschen TV-Sender aus. Während im Januar und Februar 2001 noch 1,04 Milliarden Euro umgesetzt wurden, beläuft sich der Umsatz nun auf 963 Millionen Euro. Der Marktführer RTL erwirtschaftete im Januar brutto 133,6 Millionen Euro und im Februar 145,1 Millionen. Im Vorjahr waren es 121,5 Millionen Euro beziehungsweise 160,0 Millionen.

Der Erlös von Pro Sieben betrug diesen Januar 93,6 Millionen Euro, im Februar 114,4 Millionen. Der Vergleich zum Vorjahr: 96,9 Millionen Euro beziehungsweise 112,3 Millionen. Sat 1 sackte von 95,8 Millionen Euro (2001) auf 88,6 Millionen und von 106,6 Millionen Euro auf 102,6 Millionen ab.

Die ARD kommt im Januar auf 13,7 Millionen Euro (minus 0,4 Millionen), im Februar auf 15,8 Millionen (minus 1,8 Millionen). Das ZDF erzielte im Januar 3 Millionen Euro weniger (12,9 Millionen) und verbuchte im Februar nochmals ein Minus von 3,1 Millionen (15,7 Millionen). Viva hingegen verbesserte sich im Februar von knapp 7 auf 8,8 Millionen Euro. Vox kam im Februar auf 24,5 Millionen Euro - ein Plus von 1,2 Millionen.
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