Werbebilanz 2010: TV legt weltweit um 13 Prozent zu

Donnerstag, 07. April 2011
Der Werbemarkt hat sich 2010 erholt
Der Werbemarkt hat sich 2010 erholt

Die Werbeindustrie hat ihre Krise im vergangenen Jahr endgültig hinter sich gelassen - zumindest auf globaler Basis. Um stattliche 10,6 Prozent sind die weltweiten Brutto-Spendings 2010 angestiegen. Den Ausschlag gegeben haben laut Nielsen vor allem die Regionen Asien-Pazifik sowie die Märkte im Mittleren Osten, Afrika und Lateinamerika. Deutschland liegt mit einem Zuwachs von 10,8 Prozent über dem europäischen Schnitt von 8,1 Prozent. Vom Aufschwung profitiert haben vor allem die Vermarkter von Fernsehwerbung. Deren Bruttoumsätze legten 2010 weltweit um 13,1 Prozent zu. Damit kletterte der Anteil von TV am gesamten Mediamix auf 62 Prozent. Laut Nielsen ist das 1,4 Prozent mehr als 2009 - und der höchste Wert, der je gemessen wurde. Auch die anderen Werbeträger konnten 2010 zulegen. Die Radiosender steigerten ihre Brutto-Werbeumsätze um 8,5 Prozent, gefolgt von Zeitungen (7 Prozent) und Zeitschriften (4,9 Prozent). Für Online weist Nielsen keine weltweiten Zahlen aus.

Wachstumstreiber waren vor allem die Branchen Automobil und Finanzen, die ihren Bruttowerbedruck um 20,3 Prozent beziehungsweise 17,9 Prozent erhöhten. Laut Nielsen waren unter den weltweiten Top 20 der Werbungtreibenden 2010 insgesamt sechs Automobilhersteller. Die Spendings für schnelldrehende Konsumgüter stiegen ebenfalls deutlich um 14,6 Prozent an. „Schnelldrehende Konsumgüter und die aufstrebenden Märkte werden weiterhin globale Werbetrends prägen.“, sagt Randall Beard, global verantwortlich für Advertiser Solutions bei The Nielsen Company. „Jeder vierte Werbedollar wurde letztes Jahr für schnelldrehende Konsumgüter ausgegeben und der Fokus bleibt auf den sich entwickelnden Schlüsselmärkten.“

In Europa, wo die meisten Märkte wieder vorsichtig aus der Rezession auftauchten, verzeichneten neben Deutschland auch Belgien, Frankreich, Schweden, die Schweiz und Großbritannien ein Plus von jeweils rund 10 Prozent. mas
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