Werbebeschränkungen: OWM und OMG machen sich für ARD stark

Freitag, 08. Juni 2012
OMG-Sprecher Hans Georg Stolz
OMG-Sprecher Hans Georg Stolz

Die Werbungtreibenden und Mediaagenturen wehren sich gegen die Bestrebungen der privaten Radiosender und der Landesmedienanstalten, die Hörfunkwerbung auf den ARD-Stationen auf 60 Minuten am Tag zu beschränken. Die Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) und die Organisation der Mediaagenturen im GWA (OMG) fürchten, dass eine Reduzierung der Werbung in den ARD-Wellen die Medialeistung von Radio insgesamt schwächt. „Durch Werbebeschränkungen würde die Gattung Radio deutlich an Attraktivität für werbende Unternehmen verlieren", warnt Joachim Schütz, Geschäftsführer der OWM. Der neue OMG-Sprecher Hans Georg Stolz kritisiert: „Jegliche Einschränkungen dieses Angebots können für das reichweitenstarke Impuls- und Abverkaufsmedium Radio nicht von Vorteil sein."

Die Werbungtreibenden hatten Beschränkungen auf den ARD-Sendern schon in der Vergangenheit kritisiert. Nun stützen die Organisationen ihre Argumentation auf eine Studie von Radioexperte Uli Bellieno. Vor allem die notwendigen Nettoreichweiten sowohl bei jüngeren als auch älteren Hörern ließen sich demnach nach Beschränkungen kaum noch aufbauen. Das Geld werde daher statt zu Privatstationen in andere Gattungen fließen.

Die Preise für Radiospots werden dagegen durch ein knapperes Angebot steigen. Zudem sei "die starke Konzentration des Hörfunkwerbezeitenvolumens bei nur noch einem Vermarkter ordnungspolitisch bedenklich". Gemeint ist der Privatradiovermarkter RMS in Hamburg. pap
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