Weniger iPad-Besitzer lesen Zeitschriften-Apps

Mittwoch, 22. August 2012
Medienmarken haben es auf dem iPad schwer
Medienmarken haben es auf dem iPad schwer
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iPad Hype


Ist der große Hype schon wieder vorbei oder handelt es sich nur um eine vorübergehende Schwäche? Diese Frage wirft eine Studie des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) auf, laut der die Nutzung von Zeitschriften-Apps auf dem iPad im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken ist. Gaben in der ersten VDZ-Umfrage unter iPad-Käufern aus dem Jahr 2011 noch 67,5 Prozent an, Zeitschriften auf Apples Endgerät zu lesen, waren es 2012 nur noch 63,8 Prozent. „Die anfängliche Experimentierfreude bei der Nutzung digitaler Zeitschriften lässt langsam etwas nach", analysieren die Autoren.

Es wären schlechte Nachrichten, sollte sich der Trend stabilisieren - gelten Apps doch als die großen Hoffnungsträger der Verlage, wenn es darum geht, ob sich mit digitalen Verbreitungswegen doch noch Vertriebserlöse erzielen lassen.

Die Studie „Zeitschriftennutzung auf dem iPad" hat der VDZ gemeinsam mit Gravis, Pangea Labs und Kirchner + Robrecht aufgelegt. Mittels einer Online-Befragung wurden insgesamt 672 Teilnehmer interviewt, die bei Gravis ein iPad gekauft haben.

Als größten Vorteil empfinden die Leser die interessante Inhalte (97,4 Prozent), gefolgt von sehenswerten Fotos und Abbildungen (94,6 Prozent) und der guten Aufbereitung für das iPad (92,7 Prozent). In all diesen abgefragten Faktoren gab es leichte Verbesserungen im Vorjahresvergleich. Lediglich bei der Frage nach der Gliederung der Zeitschriften, gaben etwas weniger an, sie als klar und übersichtlich zu empfinden. Auch die Zustimmung zur Aussage, dass es mehr Spaß macht, eine Zeitschrift digital zu lesen, ist gesunken (2012: 72,8 Prozent, 2011: 76,6 Prozent).

Auf der anderen Seite steht der Spaß ganz oben bei der Frage "Welche Vorteile haben digitale Zeitschriften auf dem iPad aus Ihrer Sicht?". Hier stimmen fast 95 Prozent der Befragten voll und ganz zu. Die Navigation kann jedoch noch optimiert werden. Auch wünschen sich die Nutzer mehr interaktive Elemente wie Infografiken (2012: 57,8 Prozent, 2011: 53,9 Prozent). Auch mehr Links und weiterführende Informationen möchten die Leser (2012: 56,6 Prozent, 2011: 47,6 Prozent). Videos sind dagegen in der Umfrage der Zeitschriftenverleger in der Wunschliste nach unten gerückt (2012: 25,8 Prozent, 2011: 27,6 Prozent). pap
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