Weltweit führende Unternehmen einigen sich auf Regeln für E-Commerce

Dienstag, 14. September 1999

Erstmals haben sich weltweit führende Unternehmen im Rahmen des Global Dialogue on Electronic Commerce (GBDe) auf wesentliche Regeln für den elektronischen Handel verständigt und die Regierungen aufgefordert, ihre E-Commerce-Politik aufeinander abzustimmen. Unter der Leitung von GBDe-Chairman und Bertelsmann-Vorstandschef Thomas Middelhoff sind dabei in neun Bereichen gemeinsame Positionen erarbeitet worden, die der Politik und internationalen Organisationen als Rahmen für die Entwicklung des E-Commerce dienen sollen. Einen Konsens erzielten die im GBDe vertretenen Unternehmen - neben Bertelsmann Firmen wie Time Warner AOL, IBM, Hewlett-Packard, Toshiba, Deutsche Bank, Nokia und Walt Disney - in den Bereichen Authentifizierung und Sicherheit, Konsumentenvertrauen, Inhalte und Werbung, Informationsinfrastruktur, Urheberrechtsschutz, Gerichtsbarkeit, Haftung, Datenschutz sowie Steuern und Zölle. Seine vordringliche Aufgabe sieht der GBDe darin, das Vertrauen der Verbraucher in den E-Commerce zu fördern. "Die GBDe-Teilnehmer sind sich darüber einig, daß ein Flickenteppich widersprüchlicher nationaler Regeln für erhebliche Rechtsunsicherheit sorgt und den Verbrauchern so wesentliche Vorteile des E-Commerce vorenthält", so Middelhoff.

Parallel zur Vorstellung des Positionspapiers wurden nach dem geltenden Rotationsprinzip Gerald Levin, Chairman-CEO von Time Warner, und AOL-Chef Steve Case zu den neuen GBDe-Chairmen ernannt. Sie treten damit die Nachfolge von Thomas Middelhoff an.

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