Weiße Löcher, Big Data und ein Erklärbär: Sprüche vom zweiten Tag der Medientage

Donnerstag, 25. Oktober 2012
-
-

Auch am zweiten Tag der Medientage in München haben Referenten und Diskutanten zu rhetorischen Höhenflügen angehoben. HORIZONT.NET hat einige Zitate herausgegriffen, um die Stimmung auf dem Branchengipfel zu veranschaulichen.

"Wir Bayern brauchen immer eine besondere Rolle. Wir sind sehr heimatverbunden und lesen auch ganz besonders gerne Zeitung, mehr als der Rest Deutschlands."

Andreas Scherer, Vorsitzender des Verbands Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV), Geschäftsführer der "Augsburger Allgemeinen"


-
-

„Es gibt keine Patentlösung. Jeder, der Ihnen den goldenen Weg verspricht, ist ein Scharlatan oder ein Unternehmensberater oder beides gleichzeitig.“

Mathias Müller von Blumencron, Chefredakteur „Der Spiegel“

-
-

"Nicht die richtig guten FAZ-Geschichten, sondern Sex, Crime und Drugs – austauschbare, schnelle Geschichten – sorgen online für viele Clicks. Nur: Das verwässert die Marke FAZ."

Tobias Trevisan, Sprecher Geschäftsführung Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)

-
-

„Es ist ja nicht so, dass unser altes Geschäftsmodell nicht mehr funktioniert. Wir müssen uns nur Gedanken über das digitale Geschäftsmodell machen. Ich finde, es herrscht eher eine positive Stimmung.“

Richard Rebmann, Geschäftsführer Südwestdeutsche Medien Holding (SWMH), Vizepräsident BDZV

-
-

"Cookies sind ein gutes Datenschutztool"

Stephan Noller, CEO Nugg.ad, analysiert den Fakt, dass zehn Prozent der Nutzer einmal monatlich auch Cookies löschen

-
-

"Ich bin der Erklärbär, weniger der Lobbyist"

Gunnar Bender, Director Policy, Facebook

-
-

"Verlage machen schon längst Big Data"

VDZ-Geschäftsführer Stephan Scherzer zum Abomarketing der Verlage

-
-

"Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, was Herr Briese (Youtube) uns überweisen kann und dem was Herr Schröder (RTL) uns überweist"

Frederic Komp, Geschäftsführer Artist & Content Services, Brainpool, zu den Produktionen für Youtube im Gegensatz zu denen für TV-Sender

-
-

"Wir suchen weiße Löcher"

„Unser Web-TV-Angebot in Deutschlands ist eher symbolisch“

Andreas Briese, Strategic Partnership Developement Manager, Youtube, zur Auswahl der eigens für Youtube produzierten Channels

-
-

"Wenn das Fernsehen heute erfunden würde, wäre es mit Sicherheit kein lineares TV"

„Für den Markt wäre es gut, wenn Netflix nach Deutschland kommen würde“

Thomas Heise (links), Vorsitzender der Geschäftsführung des Videoportals Maxdome, fürchtet keine Konkurrenz

„Das Internet ist die dümmste Technologie, um Video-Content zu distribuieren. Die Kapazitäten im Netz sind scheißteuer“

Nelson Kilius (rechts), Direktor Corporate Development, Kabel Deutschland

-
-

„Im nicht-linearen Markt ist es bislang nur wenigen gelungen, Geld zu verdienen. Größe spielt hier eine entscheidende Rolle“

Patrick Hörl, Geschäftsführer von Autentic zum Markt für Web-TV

-
-

„Es werden sich die Plattformen durchsetzen, die potent genug sind, um eigene Inhalte zu produzieren“

Mirjam Laux, Fox International Channels Germany

-
-

„Die Monetarisierung im Internet ist grausig“

Dirk Specht, Leiter Business Development Elektronische Medien der FAZ, zur schwierigen Suche klassischer Medien nach Geschäftsmodellen im Internet
Meist gelesen
stats