Wege aus der Zeitungskrise: Diversifikation statt Rotstift

Montag, 28. April 2003

Mögliche Auswege aus der gegenwärtigen Krise der deutschen Tageszeitungen wurden auf dem diesjährigen Zeitungskongress in Duisburg diskutiert. Volker Jeuther, Geschäftsführer der Hannoveraner Verlagsgesellschaft Madsack, sieht eine Möglichkeit in der deutlichen Ausweitung des Angebots: Neue Geschäftsfelder ließen sich für die Zeitungsverlage nicht nur im klassischen Informationssegment erschließen, sondern auch in anderen Bereichen. Als Beispiele nannte er Dienstleistungen wie Ticket-Verkauf oder Home-Shopping. Auch könnten die Zeitungen die modernen Kommunikationsinstrumente wie SMS oder E-Mail gewinnbringend nutzen.

Hier sieht auch der Unternehmensberater Kurt Malik Chancen: Für die Verlagshäuser bedeute diese Diversifikation jedoch zunächst größere Investitionen - nicht nur in die Technik, sondern vor allem in die Qualität: Der mittlerweile an Gratisinformation gewöhnte Kunde werde nur für erstklassige Produkte tatsächlich auch zu zahlen bereits sein. Um die Qualitätssicherung zu gewährleisten, müssten die Redaktion von Routinearbeiten entlastet werden. he
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