Webradio steigt in der Gunst der Werbetreibenden

Donnerstag, 17. September 2009
Netto-Werbeeinnahmen im Webradio (zum Vergrößern bitte klicken)
Netto-Werbeeinnahmen im Webradio (zum Vergrößern bitte klicken)
Themenseiten zu diesem Artikel:

Webradio Goldmedium Werbemedium Landeszentrale


Webradio wird als Werbemedium zunehmend attraktiver. Dies behauptet die Studie "Webradio Monitor 2009", die Goldmedia im Auftrag der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) erarbeitet hat. Bei den rund 2.000 deutschen Webradios, die derzeit auf dem Markt sind, betrug der Netto-Onlinewerbeumsatz für 2008 rund 14 Millionen Euro, was aktuell einen Anteil von knapp zwei Prozent am gesamten Netto-Hörfunkwerbeumsatz entspricht.  Der Studie zufolge wird die Zahl allerdings weiter steigen und sich bis 2013 vervierfachen. Mobiles Internet gilt als Treiber, durch den sich die Entwicklungschancen von Webradio erhöhen. So rechnen zumindest drei Viertel der befragten Anbieter damit, dass sich Webradio auf mobilen Endgeräten etablieren kann. Als Grundlage für ein weiteres Wachstum werden einheitliche Leistungswerte gesehen, welche die Werbe- und Marktrelevanz deutlich belegen sollen. Bisher hat sich am Radiomarkt jedoch keine einheitliche Kenngröße für Webradio-Reichweiten durchgesetzt.

So sehen 41 Prozent der Befragten den Unique Listener, also die Person, die durch Start eines Audio-Streams einen Kontakt ausgelöst hat, als geeignet. Tune-Ins, die Zahl der gestarteten Streams ohne Berücksichtigung von Abbrüchen und Neustarts bevorzugen 29 Prozent. Für 11 Prozent ist der konkrete Werbemittelkontakt, also ein Hörer oder Nutzer, der nachweisbar mit dem Werbemittel in Kontakt war, die optimale Kenngröße.

Werbetechnisch ist die klassische Displaywerbung bei den Anbietern am beliebtesten. Mit rund 80 Prozent liegt sie deutlich vor Sponsoring, welches mit 62 Prozent als zweithäufigste Werbeform genutzt wird. Es folgen Affiliate Marketing und Online-Spotwerbung, die Hörfunkspots in den Onlinestream integriert, mit jeweils 53 Prozent.

Die Studie sieht neben der genauen Messbarkeit auch die Formats- und Angebotsvielfalt, die durch die speziellen Musikformate und Themenkanäle entsteht, als Anreiz für Werbekunden. Für die Studie "Webradio Monitor 2009" befragte Goldmedia 1.319 deutsche Webradioveranstalter mit insgesamt 1.914 Webradiosendern im Zeitraum von Mai bis Juni 2009. HOR
Meist gelesen
stats