Warsteiner-Chef Albert Cramer ist gestorben

von HORIZONT Online
Donnerstag, 22. November 2012
Albert Cramer verstarb im Alter von 69 Jahren
Albert Cramer verstarb im Alter von 69 Jahren

Albert Cramer, geschäftsführender Gesellschafter der Warsteiner-Gruppe, ist am Dienstag im Alter von 69 Jahren verstorben. Der Seniorchef der nach Berechnungen des Fachmagazins "Inside" fünfgrößten deutschen Biermarke erlag einer Krebserkrankung. Cramer trat 1968, im Alter von 25 Jahren, in die von seinem Vater Paul Cramer und dessen Neffen geführte Brauerei ein. Seit 1985 war der Sauerländer Alleininhaber des Unternehmens, zu dem auch Marken wie "Paderborner", "Herforder" und "König Ludwig" gehören. Cramer baute das Familienunternehmen in den Folgejahren zur größten Brauerei Deutschlands mit einem Jahresausstoß von mehr als sechs Millionen Hektolitern im Jahr 1994 auf.

Cramer war nicht nur Unternehmerpersönlichkeit, sondern auch Marketingstratege. Er betrieb bereits in den 70-er Jahren bundesweite Werbung für sein Bier und lehnte sich dabei an die Welt von Sekt und Champagner an. Aus Warsteiner wurde die "Königin unter den Bieren", und es gelang ihm, den Gerstensaft in Deutschland auch in der Upper Class hoffähig zu machen. Das seit 1972 als "das einzig Wahre" bekannte Bier wurde mit aufwändigem Marketing zur Premiummarke. Warsteiner engagierte sich im internationalen Ski- und Reitsport und wurde durch sein Sponsoring der Formel 1 in den 90-er Jahren weltbekannt.

Heute führt Cramers jüngste Tochter, Catharina Cramer, die Geschäfte der Warsteiner-Gruppe. Sie beschäftigt inklusive der deutschen Welcome-Hotelgruppe etwa 2300 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von mehr als 520 Millionen Euro. Die Ausstoß der Marke Warsteiner liegt allerdings bei nur noch 2,7 Millionen Hektolitern. fo
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