Warnstreik bei der "Frankfurter Rundschau"

Freitag, 13. Juni 2008

Wegen eines Warnstreiks in Druckereien und Verlag ist die "Frankfurter Rundschau" heute in einer verkürzten Ausgabe erschienen. Betroffen ist vor allem die Deutschlandausgabe, die mit einem Umfang von 32 Seiten herausgekommen ist. Die Gewerkschaft Ver.di hatte die knapp 700 Beschäftigten zum Warnstreik aufgerufen. Damit solle der Druck auf die Geschäftsführung erhöht werden, über einen Sozialtarifvertrag zu verhandeln. Der Vertrag soll die tariflichen Standards für die Beschäftigten sichern, die von Ausgliederungen betroffen sind. Die seit 2006 mehrheitlich zum Verlag M. DuMont Schauberg (MDS/Köln) gehörende Zeitung will ihre technische Redaktion sowie Fotografen und Info-Grafik in eine GmbH auslagern.

Medienberichten zufolge gibt das Unternehmen an, die Auslagerung würde für 35 Betroffene keine Verschlechterungen mit sich bringen. 28 hätten bereits entsprechende Verträge unterschrieben. Nach Angaben von Ver.di gelten für die neue GmbH nicht mehr die Tarife der Zeitungsindustrie. np



Meist gelesen
stats