Wall und JC Decaux begraben Pläne für gemeinsame Vertriebsgesellschaft

Dienstag, 22. Juli 2008
Hält Fusion für unnötig: Daniel Wall
Hält Fusion für unnötig: Daniel Wall

Das Gemeinschaftsprojekt der beiden Außenwerber JC Decaux und Wall für eine gemeinsame Vertriebsgesellschaft ist vorerst gescheitert. Wie der Berliner Stadtmöblierer Wall mitteilt, konnten sich Wall und JC Decaux, der seine Minderheitsbeteiligung bei Wall nach eigenen Angaben von 35 auf 40 Prozent aufgestockt hat, nicht über die zukünftige Strategie einigen. "Zwischen den Aktionären der beiden Gesellschaften gab es unterschiedliche Auffassungen", teilt Wall mit. Außerdem hat das Bundeskartellamt der geplanten Zusammenlegung der beiden Vertriebsbereiche offenbar einen Strich durch die Rechnung gemacht: Es habe "zahlreiche Auflagen" gegeben, die die Verhandlungen erschwert hätten.

Bereits im Herbst hatten die Out-of-Home-Anbieter ihren Antrag beim Bundeskartellamt für die Genehmigung der im Frühjahr 2007 gegründeten gemeinsamen Vermarktungsgesellschaft zurückziehen müssen, um Probleme beim Genehmigungsverfahren zu vermeiden. Einen neuen Antrag hat es offenbar nicht gegeben.

Daniel Wall, Vorstandsvorsitzender der Wall AG, erklärt: "Eine Zusammenlegung der Vertriebsbereiche hätte Synergien ergeben können. Eine Fusion ist aber für die erfolgreiche Vermarktung unserer Plakatflächen nicht notwendig."
Meist gelesen
stats