WPP: Schlappe für CEO Martin Sorrell

Mittwoch, 13. Juni 2012
WPP-Chef Martin Sorrell
WPP-Chef Martin Sorrell

Unerfreuliche Nachrichten für den erfolgsverwöhnten WPP-Chef Martin Sorrell. Die Aktionäre der weltgrößten Werbeholding haben bei der Jahreshauptversammlung in Dublin den Gehaltsreport des Unternehmens abgelehnt. Knapp 60 Prozent der Stimmberechtigten votierten mit "nein". Damit watschen die Anteilseigner in erster Linie Konzernchef Sorrell ab. Sein Jahresgehalt für 2011 von insgesamt rund 13 Millionen Pfund (16 Millionen Euro) halten viele WPP-Aktionäre für deutlich zu hoch. Bereits im Vorfeld wurde das Thema heiß diskutiert. Das Abstimmungsergebnis ist für den Konzern allerdings nicht bindend und zwingt WPP nicht, seine Gehaltspolitik zu korrigieren. Dennoch erklärte Chairman Philip Lader am Ende der Jahreshauptversammlung, dass man das Votum sehr ernst nehme.

In den vergangenen Wochen hatte sich bereits angedeutet, dass es Widerstand gegen das hohe Gehalt für Sorrell gibt. Er selbst hatte das Paket verteidigt. Er habe WPP von einer Zwei-Mann-Firma mit einem Marktwert von einer Million Pfund zu einem Unternehmen mit einem Umsatz von 10 Milliarden Pfund und 160.000 Mitarbeitern in 108 Ländern geführt, schrieb er in einem Gastbeitrag für die "Financial Times". mam
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