WDR will Programmsponsoring beenden

Montag, 26. November 2007
Sponsoring kommt auf den Prüfstand
Sponsoring kommt auf den Prüfstand

Die ARD muss sich wieder einmal gegen Beschuss aus den eigenen Reihen wehren. Der WDR hat vorgeschlagen, das Erste schrittweise von Sponsoring zu befreien. Vor allem im Umfeld der Informations- und Nachrichtensendungen soll Werbung nach Wunsch des WDR verschwinden, aber auch Unterhaltungsformate sollen künftig ohne Sponsoringhinweise auskommen. Lediglich bei Sportsendungen soll Sponsoring erlaubt bleiben, um die Finanzierung der teuren Rechte zu unterstützen. Forderungen nach einem werbefreien öffentlich-rechtlichen Rundfunk werden immer wieder laut - in der Regel kommen sie jedoch von Seiten privater Medien und deren Verbänden. Insofern überrascht der Vorstoß des WDR. Intendantin des WDR ist seit Juli 2007 Monika Piel. Innerhalb der ARD herrscht eigentlich weitgehender Konsens darüber, dass man auf zusätzliche Einnahmen aus der Vermarktung des sogenannten Werberahmenprogramms von 17 bis 20 Uhr und auf Sponsorengelder nicht verzichten möchte. Die ARD-Vermarktungstochter ARD-Werbung Sales & Services (AS&S) mit Sitz in Frankfurt erwirtschaftete 2006 einen Brutto-Werbeumsatz in Höhe von 241 Millionen Euro. dh
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