WDR will Piel-Nachfolge bis zur Sommerpause regeln

Dienstag, 29. Januar 2013
Monika Piel bleibt so lange im Amt, bis ihre Nachfolge geregelt ist
Monika Piel bleibt so lange im Amt, bis ihre Nachfolge geregelt ist


Am Freitag gab der WDR überraschend den vorzeitigen Rückzug von Intendantin Monika Piel bekannt. Nun soll eine Findungskommission möglichst schnell einen Nachfolger für die scheidende Intendantin finden. Piel will im Amt bleiben, bis ihre Nachfolge geregelt ist.
Der vorzeitige Rücktritt von Piel kam nicht nur für die Öffentlichkeit überraschend, Auch die Gremien des WDR waren offenbar nicht vorab über die Entscheidung informiert. Über die genauen Gründe für Piels Rückzug ist nach wie vor nichts bekannt - offiziell heißt es, sie gebe ihr Amt "aus persönlichen Gründen" ab.

Am Montag beriet der Rundfunkrat des WDR über die Situation. Man wolle nun "so zügig wie möglich, aber auch so gründlich wie nötig" einen Nachfolger finden, teilte das Gremium am Montag mit. Eine Findungskommission, bestehend aus den Vorstandsmitgliedern des Rundfunksrates, wurde mit der Durchführung einer öffentlichen Ausschreibung beauftragt. "Dabei legen wir besonderen Wert auf ein klares und transparentes Verfahren und werden alles daran setzen, um vor der Sommerpause zu einer Entscheidung zu kommen", sagte die Vorsitzende des Rundfunkrats, Ruth Hieronymi.

Als mögliche Kandidaten für den Posten gelten WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn, WDR-Justiziarin Eva-Maria Michel, BR-Fernsehdirektorin Bettina Reitz und RBB-Programmdirektorin Claudia Nothelle.

Die scheidende Intendantin zog derweil eine positive Bilanz für das vergangenen Jahr. Mit einem Marktanteil von 7,4 Prozent habe man das beste Ergebnis seit 22 Jahren erzielt. "Qualität und Erfolg beim Publikum schließen sich nicht aus", betont Piel. dh
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