WDR: Tom Buhrow könnte Monika Piel beerben

Mittwoch, 15. Mai 2013
Tom Buhrow ist laut "Spiegel" einer von drei Kandidaten für den WDR-Chefposten
Tom Buhrow ist laut "Spiegel" einer von drei Kandidaten für den WDR-Chefposten


Zuletzt war es still geworden um die Suche nach einem neuen Indendanten für den WDR. Nun hat sich die Findungskommission des WDR nach Informationen des "Spiegel" auf drei Kandidaten für die Nachfolge von Monika Piel geeinigt: Als prominentester Kandidat hat sich "Tagesthemen"-Moderator Tom Buhrow für den Posten beworben. Doch Buhrow sei trotz seines klingenden Names aber keineswegs Favorit für den WDR-Chefsessel. Der gelernte Journalist bringt trotz seiner blitzsauberen ARD-Karriere kaum Managementerfahrung mit. Auch der zweite Kandidat Jan Metzger ist von Haus aus Journalist. Der gebürtige Rheinländer begann seine Karriere beim Hessischen Rundfunk, seit 2009 ist er Intendant von Radio Bremen.

Der dritte Kandidat Stefan Kürten ist ebenfalls ein Kind des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der Jurist ist nach verschiedenen Stationen beim ZDF seit 2001 Director Sports & Business bei der Europäischen Rundfunkunion EBU.

WDR-Intendantin Monika Piel hatte Ende Januar aus persönlichen Gründen überraschend ihren vorzeitigen Rücktritt angekündigt. Als mögliche Nachfolger wurden seitdem unter anderem "Zeit"-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo, SR-Intendant Thomas Kleist, ZDF-Chefredakteur Peter Frey und WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn gehandelt. Zurzeit führt WDR-Justiziarin Eva-Maria Michel kommissarisch die Geschäfte des WDR - sie kann sich aber offenbar keine Hoffnungen auf den Posten machen.

Der Rundfunkrat hatte kurz nach dem Bekanntwerden von Piels Rücktritt angekündigt, die Nachfolge bis zur Sommerpause regeln zu wollen. "Dabei legen wir besonderen Wert auf ein klares und transparentes Verfahren", sagte die Vorsitzende des WDR-Rundfunkrates Ruth Hieronymi damals. Doch angesichts der Bundestagswahl im September ist die Besetzung des Chefsessels bei der größten ARD-Anstalt inzwischen wohl längst zum Politikum geworden. dh
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