WDR-Rundfunkrat kritisiert Jauch-Vertrag

Donnerstag, 24. Juni 2010
Vergraulen die Gremien-Gremlins Jauch erneut?
Vergraulen die Gremien-Gremlins Jauch erneut?
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Die Vorsitzende des WDR-Rundfunkrats Ruth Hieronymi kritsiert, dass Günther Jauch nicht ganz zur ARD wechselt, sondern weiter mehrere RTL-Formate moderiert. Jauch gibt für den politischen Talk, den er ab 2011 im Ersten moderieren soll zwar "Stern TV" ab, den Quotenbringer "Wer wird Millionär?", "5 gegen Jauch" sowie ein neues Format, dass in zwei Wochen vorgestellt wird, behält er jedoch. "Es war immer Position des WDR-Rundfunkrats, dass Günther Jauch eine herausragende Person des Fernsehjournalismus ist. Wenn nur der halbe Jauch zur ARD kommt, ist das nicht unproblematisch, da stellt sich eine Grundsatzfrage", zitiert die "Süddeutsche Zeitung" die Vorsitzende der größten Rundfunkanstalt im ARD-Verbund. Die Vertragsgestaltung mit Jauch liegt eingentlich beim NDR, die Gremien müssen dem Jauch-Vertrag jedoch zustimmen.

Schon 2007 war der Wechsel des RTL-Frontmannes zur ARD am Sperrfeuer der Gremien gescheitert. Damals sucht das Erste nach einem Nachfolger für seine Polittalkterin Sabine Christiansen. Nach einer über die Öffentlichkeit ausgetragenen Diskussion, sagte der Moderator dem Ersten ab und nannte die Gremien "Gremlins".

Der WDR will nun wohl mehrere Fragen klären, unter anderem die, wie viel die Sendung kosten darf und wer sie bezahlen soll. Hieronymi will sich um eine "konstruktive Lösung" bemühen. Das setze aber voraus, "dass die ARD die kritischen und unterstützenden Anmerkungen des Gremiums durchaus aufnimmt." pap
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