WDR-Rundfunkrat: Fünf Talkshows sind zu viel

Dienstag, 21. Dezember 2010
Der WDR-Rundfunkrat kritisiert die Programmpläne der ARD
Der WDR-Rundfunkrat kritisiert die Programmpläne der ARD

Am Wochenende äußerte sich Anne Will erstmals öffentlich zu dem Hin und Her im Abendprogramm des Ersten, jetzt bezieht auch der WDR-Rundfunkrat Stellung zu den Programmplänen der ARD. Und das durchaus kritisch. So beklagt der Rat, dass die Entscheidung über die neue Programmstruktur vorschnell gefallen sei. Deshalb legt er den Intendanten für das Erste nahe, das neue Talk-Schema spätestens nach einem Jahr einer umfassenden Prüfung zu unterziehen. Fünf Talksendungen in der Woche seien einfach zu viel. Um Themendoppelungen zu vermeiden sei es außerdem besonders wichtig, klar zu unterscheidende Profile für die einzelnen Talkshows zu entwickeln. Dies hätte nach Meinung des Rundfunkrates eigentlich bereits im Vorfeld passieren müssen: "Wir bedauern ausdrücklich, dass die bis Herbst nächsten Jahres vorhandene Zeit nicht dafür genutzt wurde, grundsätzlich und ergebnisoffen über die Programmstruktur im Ersten zu diskutieren."

Als weiteren wichtigen Punkt hebt der WDR-Rundfunkrat hervor, Spielfilme im Rahmen einer angestrebten Publikumsverjüngung regelmäßiger zu senden. Das Erste müsse daran arbeiten, neben dem Film-Mittwoch einen ständigen Spielfilmplatz zu etablieren.

Als positiv bewertet der Rat hingegen die Pläne, über das Jahr verteilt zwölf 90-minütige Dokumentationen auszustrahlen. Es sei wichtig, dass auch längere Dokumentarfilme weiterhin einen Platz im Ersten eingeräumt bekommen. hor
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