WDR Mediagroup plant On-Demand-Portal

Donnerstag, 14. August 2008
Michael Loeb
Michael Loeb

Die WDR Mediagroup plant eine eigene digitale Plattform für öffentlich-rechtliche Inhalte. Nach Ablauf der Nutzungsdauer in den Mediatheken könnten ARD-Sendungen damit in einem Video-on-Demand-Portal ausgewertet werden. "Ich würde Inhalte, an denen wir die Rechte haben, nach Ablauf der Nutzung in den Mediatheken gerne mit starken Partnern wie Studio Hamburg oder der Bavaria mit einem eigenen Portal kommerziell verwerten", kündigt Michael Loeb, seit Juli Geschäftsführer der WDR Mediagroup, gegenüber HORIZONT an. Eine Auswertung der Inhalte im Internet wäre rechtlich abgedeckt. "Mein Ziel ist es, das, was rechtlich möglich ist, auch auszuschöpfen", so Loeb weiter. "Es macht doch keinen Unterschied, ob ich Inhalte auf CD oder DVD vertreibe oder im Internet."

Der Nachfolger von Achim Rohnke will die Verwertung von Inhalten insgesamt weiter vorantreiben: "Die neuen Geschäftsfelder sind gerade bei der Verwertung von Rechten sehr lukrativ und bekommen eine immer größere Bedeutung. Das ist extrem ausbaufähig." Hauptumsatzbringer ist aber nach wie vor die klassische Werbezeittenvermarktung, die Loeb auch in Zukunft für unverzichtbar hält: "Das schlimmste, was der Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen passieren kann, ist eine Marginalisierung. Je relevanter wir sind, desto schwieriger ist es, uns abzuschaffen."
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