WDR-Intendantin Monika Piel hört vorzeitig auf

Montag, 28. Januar 2013
Monika Piel
Monika Piel

Eine unerwartete Personalie: WDR-Intendantin Monika Piel hört vorzeitig "aus persönlichen Gründen" auf. Das teilte die 62-Jährige am Freitag ihren Mitarbeitern und den Vorsitzenden von Rundfunkrat und Verwaltungsrat mit. Wer das Amt übernehmen wird, steht noch nicht fest. Piel will im Amt bleiben, bis die Nachfolge gereget ist. Über die Gründe für den Abgang spekulierte am Wochende die Presse: Die "Taz" schreibt, Piel habe einen "Schicksalsschlag" erlitten. Die "FAZ" weiß von einem "fluchtartigen" Verlassen ihres Büros.

Am heutigen Montag tagt planmäßig der WDR-Rundfunkrat und wird sich nun auch mit der Nachfolgefrage beschäftigen müssen. Der Rat kann die Stelle ausschreiben oder eigene Vorschläge machen. Ein Nachfolger drängt sich bislang jedoch nicht auf. Als mögliche Kandidaten kursieren WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn, WDR-Justiziarin Eva-Maria Michel, BR-Fernsehdirektorin Bettina Reitz und RBB-Programmdirektorin Claudia Nothelle.

Piel ist seit 2007 Intendatin der größten ARD-Anstalt. 2011 und 2012 war sie zudem ARD-Vorsitzende und damit die erste Frau in diesem Amt. Piel wurde 1951 geboren und studierte Betriebswirtschaft, Jura und Orientalistik. Beim WDR startete sie als Assistentin von Werner Höfer im "Internationalen Frühschoppen". Ab 1978 arbeitete die Journalistin beim WDR Hörfunk. Nach verschiedenen Stationen wurde sie 1997 zur Chefredakteurin und stellvertretenden Hörfunkdirektorin ernannt. 1998 wurde sie Hörfunkdirektorin. pap
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