WAZ vor Übernahme des Springer-Pakets

Montag, 26. August 2002
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Die insolvente Kirch-Media steht offenbar kurz vor dem Verkauf des 40-Prozent-Anteils am Axel-Springer-Verlag an den Essener Zeitungskonzern WAZ. Wie die Springer-Zeitung "Welt am Sonntag" berichtet soll der Kaufpreis "deutlich über den 720 Millionen Euro liegen", für die Kirch die Aktien bei der Deutschen Bank verpfändet hat. Ursprünglich sollte das Aktienpaket Ende August zurück an die Bank fallen, die es gemeinsam mit weiteren Banken an der Börse platzieren wollte.

In letzter Sekunde hat Kirch jedoch per Einstweiliger Verfügung erreicht, dass die Frist bis 10. September verlängert wird. Ein seit langem schwelender Konflikt zwischen Springer und WAZ war am Freitag eskaliert, als das Springer-Blatt "Bild" vom "dramatischen Linksruck" der WAZ schrieb. Die WAZ gab danach eine Erklärung ab, in der sie Interesse am Springer-Paket bekundete und den Artikel al "Störfeuer" wertete.
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