WAZ und Post kooperieren bei Zustellung von Werbesendungen

Montag, 25. Februar 2008
WAZ-Chef Bodo Hombach bringt Pilotprojekt auf den Weg
WAZ-Chef Bodo Hombach bringt Pilotprojekt auf den Weg

Statt Briefträgern sollen künftig Zeitungsboten unadressierte Werbesendungen der Deutschen Post austragen. Wie der "Spiegel" berichtet, hat die Post gemeinsam mit der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ) ein Pilotprojekt auf den Weg gebracht, das im März starten soll. Dabei sollen "WAZ"-Zusteller zunächst im Großraum Essen die Werbesendungen für die Post austragen, später könnte das Projekt auf Nordrhein-Westfalen und andere Verlage in Deutschland ausgedehnt werden.

Dem Bericht zufolge sehen Konkurrenten des Logistikkonzerns und Gewerkschaften darin einen Versuch der Post, den eigenen Mindestlohn zu unterlaufen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert demnach das Unternehmen auf, die Planungen einzustellen. Die Post verstoße nicht nur gegen den Mindestlohn, sondern auch gegen Verträge, die sie verpflichteten, auf Dienstleistungen fremder Zustellfirmen zu verzichten. Die Post dagegen behaupte, dass es sich nur um Werbesendungen handelt, deren Zustellung nicht unter das Mindestlohnangebot falle.
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