WAZ Mediengruppe wechselt von dapd zu dpa

Freitag, 07. Dezember 2012
Die dpa beliefert wieder die WAZ-Mediengruppe (Foto: Maurizio Gambarini/dpa)
Die dpa beliefert wieder die WAZ-Mediengruppe (Foto: Maurizio Gambarini/dpa)
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Vier Jahre nach Ende des letzten Vertrages wird die dpa wieder die WAZ Mediengruppe beliefern. Beide Unternehmen haben einen mehrjährigen Bezugsvertrag geschlossen. Dieser sieht vor, dass die dpa die WAZ-Tageszeitungen in NRW und Thüringen sowie die Online-Nachrichtenportale der einzelnen Titel mit Text- und Bildmaterial beliefert. Ihren Vertrag mit der insolventen dapd hat die WAZ-Gruppe gekündigt.
WAZ-Chef Christian Nienhaus begrüßt die Zusammenarbeit der dpa
WAZ-Chef Christian Nienhaus begrüßt die Zusammenarbeit der dpa
Bis zum 1. April 2013 werden die Titel des Medienunternehmens in NRW und Thüringen die Dienste der dpa in einer Übergangsphase zunächst testweise beziehen, wie die WAZ-Gruppe mitteilt. Dies umfasst den Basisdienst der dpa sowie die -Bildfunk, -Grafik und -Themendienste, die Landesdienste der jeweiligen Region und diverse Onlinedienste. "Das überregionale, nationale und internationale Nachrichtenangebot der dpa ist eine gute Ergänzung zur hervorragenden Arbeit unserer Journalistinnen und Journalisten in NRW und Thüringen – wir können so die Qualität unserer Tageszeitungen weiter ausbauen", sagt Christian Nienhaus, Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe.

Die Titel, die damit künftig auf das Material der dpa zurückgreifen können, sind die NRW-Tageszeitungen "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ), "Neue Ruhr / Neue Rhein Zeitung" (NRZ), "Westfälische Rundschau" (WR), "Westfalenpost" (WP), der Kooperationspartner "Iserlohner Kreisanzeiger" (IKZ) sowie die drei Tageszeitungen der Zeitungsgruppe Thürigen "Thüringer Allgemeine" (TA), "Ostthüringer Zeitung" (OTZ) und "Thüringische Landeszeitung" (TLZ).

Ebenfalls von der dpa beliefert werden künftig die Print- und Onlineausgabe von "Reviersport" sowie die Online-Auftritte der privaten Radiosender im Ruhrgebiet, die von der zur WAZ-Gruppe gehörenden Westfunk vermarktet werden. "Mit dpa können unsere Zeitungstitel und Online-Portale in Nordrhein-Westfalen und Thüringen in Zukunft auf die Leistungen einer traditionsreichen und nachrichtenstarken Vollagentur bauen, die Marktführer ist und ihre Position durch den Vertrag mit der Associated Press noch gestärkt hat", sagt WAZ-NewMedia-Geschäftsführer Mark-Oliver Multhaup, der die Verhandlungen betreut hat.

Bei der dapd geht damit ein weiterer Partner von Bord. Zuletzt musste die insolvente Nachrichtenagentur den Abgang der US-Agentur Associated Press (AP) verkraften, deren Text- und Bildmaterial die dapd in den deutschsprachigen Ländern vermarktet hatte. Insolvenzverwalter Wolf von der Fecht hatte das Vertragsende jedoch angefochten. Für den 18. Dezember ist in New York eine Gerichtsverhandlung anberaumt, auf der die AP ihre Argumente dafür erläutern kann, warum sie den Vertrag mit der dapd kündigen will. ire
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