WAZ-Mediengruppe präsentiert neues Redaktionskonzept

Mittwoch, 18. Februar 2009
83 Redakteure arbeiten künftig am zentralen Newsdesk
83 Redakteure arbeiten künftig am zentralen Newsdesk

Die WAZ-Mediengruppe hat ihr Konzept zum Umbau ihrer nordrhein-
westfälischen Tageszeitungen "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ), "Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung" (NRZ), "Westfälische Rundschau" (WR) und "Westfalenpost" (WP) vorgelegt. Der Titeldesk der "WAZ" wird in den neuen zentralen Content-Desk integriert. Insgesamt 83 Redakteure werden künftig für den Content-Desk tätig sein, der die Titelredaktionen von "WAZ", "NRZ" und "WR" beliefert.
"Wir stellen jetzt die Weichen dafür, dass wir gestärkt aus der Krise hervorgehen", sagt Bodo Hombach, Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe. "Jeder Titel soll seinen Weg aus den roten Zahlen finden", hofft Hombach.

Die bislang festangestellten Fotografen sollten nach Vorstellung der Geschäftsführung künftig freiberuflich für die Redaktionen tätig sein. "Wir haben unseren Fotoredakteuren jetzt Verhandlungen angeboten mit dem Ziel, sie im Unternehmen zu halten. Wir hoffen, dadurch die Zahl der Stellen, die abgebaut werden müssen, auf unter 300 zu bringen", erklärt Christian Nienhaus, Geschäftsführer der WAZ Mediengruppe.

Im Bereich der Lokalredaktionen wird es künftig nur noch eine gemeinsame Redaktion pro Stadt oder Region geben. Layout und Produktion übernehmen acht regionale Produktionsdesks. Für alle Redaktionen soll künftig das Prinzip Online First gelten. Das WAZ-Nachrichtenportal Derwesten.de wird um 20 Redakteure aufgestockt.

Insgesamt werden durch die Umstrukturierung rund 300 Redakteursstellen in den Mantel- und Lokalredaktionen der WAZ-Gruppe abgebaut. Bislang wurden rund 200 Mitarbeitern Angebote gemacht, einen Aufhebungsvertrag zu unterschrieben oder in Altersteilzeit zu gehen. Die Geschäftsführung hofft so, auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten zu können.

Mit der Umsetzung der Maßnahmen soll im Mai begonnen werden. Die WAZ-Gruppe beziffert das Einsparpotenzial auf rund 32 Millionen Euro schon für 2009. dh
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