WAZ-Gruppe: Erste Details zum Umbau sickern durch

Donnerstag, 04. Dezember 2008
Die WAZ-Gruppe will rund 260 Stellen einsparen
Die WAZ-Gruppe will rund 260 Stellen einsparen
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Die WAZ-Gruppe hat vor, bei ihren Tageszeitungen "WAZ", "Neue Ruhr/ Neue Rhein-Zeitung" ("NRZ"), "Westfälische Rundschau ("WR")" und "Westfalenpost" ("WP") insgesamt 261 Stellen einzusparen. Morgen wird die Geschäftsführung der Essener WAZ-Mediengruppe auf einer Betriebsversammlung ihre Umbaupläne bekannt geben. Bereits jetzt sind einige Informationen durchgesickert. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, sieht das von der Beratungsfirma Schickler erstellte Gutachten vor, 261 Stellen einzusparen, davon alleine 209 Stellen in den Lokalredaktionen. Weiterhin gehören Schließungen von Lokalredaktionen an Orten, in den zwei WAZ-Titel eine Niederlassung haben, zum Sparkonzept. Nach Angaben der "SZ" erwirtschaftet alleine die "WAZ" in den ersten drei Quartalen 2008 einen Gewinn von rund 20 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen die kumulierten Verluste der drei anderen Titel von circa 30 Millionen Euro.

Ebenfalls werde über Arbeitszeitmodelle und Teilzeitbeschäftigungen debattiert, und das neue Mantelkonzept nimmt neue Formen an.  Ein neu geschaffener Content-Desk soll durch die Mantelteile der "WAZ", der "WR" und der "NRZ" gesteuert werden und mit 85 Journalisten bestückt werden, so Schicklers Plan. Weiterhin sollen im Gegenzug in den jeweiligen Mantelressorts statt 60 nur noch 14 Kollegen arbeiten, um die Textangebote des Essener Desks anzupassen und individuell aufzuarbeiten. HOR
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