WAZ-Gesellschafterin Anneliese Brost ist gestorben

Donnerstag, 09. September 2010
Anneliese Brost gehörte zum Gründungsteam der "WAZ"
Anneliese Brost gehörte zum Gründungsteam der "WAZ"

WAZ-Gesellschafterin Anneliese Brost ist in der vergangenen Nacht überraschend verstorben. Dies hat WAZ-Geschäftsführer Bodo Hombach den Chefredakteuren heute morgen im Rahmen einer Telefonkonferenz mitgeteilt. Überraschend kommt ihr Tod deshalb, da sie noch am vergangenen Samstag anlässlich ihres 90. Geburtstag der "WAZ" ein Interview gegeben hat. Darin nahm sie zur Lage der Medienbranche Stellung. "Ich bin davon überzeugt, die Zeitung hat Zukunft." Dabei richtete sie indirekt auch einen Appell an die Medienmanager: "Ich würde journalistische Prinzipien gegenüber wirtschaftlichen niemals zurückstellen." Bis zuletzt hat sie sich immer wieder für die Interessen von Journalisten eingesetzt. Für ihr Engagement wurde sie unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz I. Klasse ausgezeichnet.

Hombach erläuterte den Mitarbeitern, dass die Kontinuität in der Führung des 50-prozentigen Anteils der Brost-Familie an der WAZ-Gruppe durch die testamentarischen Verfügungen von Gründungsherausgeber Erich Brost, dem 1995 verstorbenen Mann von Anneliese Brost, seit mehr als 20 Jahren gesichert ist. So ist Rechtsanwalt Peter Heinemann als Testamentsvollstrecker eingesetzt. Die andere Hälfte an der WAZ-Gruppe halten die Erben des zweiten WAZ-Gründers Jakob Funke. Die Anteile wurden zu je einem Drittel auf die Funke-Töchter Petra Grotkamp, Gisela Holthoff und Renate Schubries aufgeteilt. bn
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