WAZ-Familienstreit: Urteilsspruch auf März vertagt

Donnerstag, 25. Januar 2007

Im Rechtsstreit innerhalb der Funke Familien Gesellschaft (FFG), der 50 Prozent der Essener WAZ Mediengruppe gehört, wird das Urteil erst im März verkündet. Dann soll Klarheit bestehen über die Ausgestaltung von Verfügungsrechten und das künftige Prozedere der Mehrheitsfindung. Darüber gibt es zwischen den Gesellschaftern – auf der einen Seite Petra Grotkamp, auf der anderen Seite die Familien Schubries und Holthoff – unterschiedliche Auffassungen. Beim heutigen Termin vor dem Oberlandesgericht Hamm erörterte das Gericht rund drei Stunden lang die Sach- und Rechtslage. Das schriftliche Urteil soll aber erst in etwa zwei Monaten den juristischen Parteien zugehen.

Im Kern geht es bei der Auseinandersetzung darum, ob bei wichtigen unternehmerischen Fragen weiterhin das Einstimmigkeitsprinzip gilt oder künftig der Mehrheitsentscheid genügt. Stephan Holthoff-Pförtner, Vertreter der FFG, hatte mehrfach kritisiert, dass durch die bestehende Regelung „die Entwicklung der WAZ Mediengruppe leidet“. Dagegen sieht der ehemalige WAZ-Geschäftsführer Günther Grotkamp, der seine Frau Petra in Gesellschafterfragen berät, durch die Unstimmigkeiten innerhalb der Familie die Handlungsfähigkeit des Medienkonzerns nicht eingeschränkt. rol

Mehr zur Entwicklung bei der WAZ Mediengruppe lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 4/2007, die am Donnerstag, 25. Januar erscheint.
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