WAZ-Eigner prozessieren gegeneinander

Mittwoch, 18. Oktober 2006

Am 24. Januar wird vor Gericht "über die künftige Handlungsfähigkeit der WAZ Mediengruppe" entschieden, so Stephan Holthoff-Pförtner, 58, Sprecher der Funke-Gruppe FFG.Hintergrund des Rechtsstreits: Die Nachkommen des WAZ-Gründers Jakob Funke streiten sich über einen Vertragspassus, der die Stimmenmehrheit regelt. Für Holthoff-Pförtner ein unhaltbarer Zustand. "Wir haben attraktive Beteiligungen verpasst, zum Beispiel am Süddeutschen Verlag, bei Axel Springer und bei Pro Sieben Sat 1 Media, weil sich die Gesellschafter nicht einigen konnten." Der als Anwalt von Altkanzler Helmut Kohl bekannt gewordene Holthoff-Pförtner vertritt die Familien Holthoff und Schubries, die einen zügigen Umbau der Mediengruppe für erforderlich halten. Dagegen gelten Funke-Tochter Petra und ihr Mann Günther Grotkamp, der Jahrzehnte lang die WAZ-Geschäfte führte, als Bewahrer.

Weiteres Problem: Das Top-Management der WAZ ist nach dem Weggang von Geschäftsführer Lutz Glandt und dem bevorstehenden Wechsel von Detlef Haaks zum Deutschen Sparkassenverlag ausgedünnt. rol

Mehr zum Thema lesen Sie in der HORIZONT-Ausgabe 42/2006, die am Donnerstag, 19. Oktober, erscheint.
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