Voß unterstützt Döring-Vorstoß zur Werbung nach 20.00 Uhr

Donnerstag, 30. September 1999
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Der ARD-Vorsitzende und SWR-Intendant Peter Voß begrüßt den Vorschlag des baden-württembergischen Wirtschaftsministers Walter Döring zur Beseitigung der 20-Uhr-Werbegrenze für öffentlich-rechtliche Anstalten. "Ein solcher Schritt wäre gleichermaßen im Interesse der Wirtschaft wie der Gebührenzahler", erklärte Voß. Die von Döring angedachte "volumenneutrale Umschichtung" der täglich erlaubten 20-minütigen Werbezeit sei "ein praktikabler Weg, um die von der auf Werbung angewiesenen Wirtschaft beklagte willkürliche Aufteilung der Fernsehlandschaft anhand der 20.00-Uhr-Grenze zu beenden". Es ginge nicht an, dass die Konzerne Bertelsmann/CLT und Kirch/Springer die Preise für Werbespots nach 20.00 Uhr in die Höhe trieben und die Tarife in der Zeit vor 20.00 Uhr senkten, "um ARD und ZDF gezielt das Wasser abzugraben", argumentierte Voß. Der ARD-Vorsitzende wies erneut darauf hin, dass Werbeeinnahmen eine unabdingbare Voraussetzung für die Unabhängigkeit der öffentlich-rechtlichen Sender sowie der Entlastung der Gebührenzahler sei. "Ohne Werbung und Sponsoring wäre die Rundfunkgebühr rund drei Mark höher", erklärte Voß.
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