Vor der Schranke: Springer stellt Ende Mai Bezahlangebot für "Bild.de" vor

Freitag, 10. Mai 2013
Axel Springer feilt derzeit noch an einem Bezahlangebot für Bild.de
Axel Springer feilt derzeit noch an einem Bezahlangebot für Bild.de


Flaggschiff hinter der Schranke: Dass Axel Springer nach der Etablierung des Bezahlmodells bei der "Welt" in diesem Jahr auch die Website der "Bild" kostenpflichtig machen will, ist bekannt, nun wird es ernst. Ende des Monats will der Verlag ein Markenabo vorstellen, das sowohl die überregionale Zeitung als auch ein neues Bezahlangebot für journalistische Inhalte auf allen digitalen Plattformen vereint.
Bereits im Dezember war auf Welt Online Schluss mit kostenlos. Im Rahmen eines sogenannten Metered Modells können User dort seitdem bis zu 20 Artikel monatlich kostenlos lesen, erst ab dem 21. Text werden sie zur Kasse gebeten. Für Zeitungsabonnenten bleibt der Zugang zu allen Angeboten frei. Alle anderen können zwischen drei unterschiedlichen Abo-Paketen wählen, die auf verschiedene Mediennutzungsgewohnheiten zugeschnitten sind.

An Paid Content entscheidet sich für Springer-Chef Mathias Döpfner bekanntlich das Schicksal der Verlage. Die Branche befinde sich in einer Transformation, und die Zeitung sei nicht schicksalhaft an Print gebunden. Durch die Digitalisierung könnten Verlage viel schnelleren und ökologischeren Journalismus liefern, so Döpfner im Dezember. Eine Aussage, die sich mittlerweile auch in Zahlen widerspiegelt: Die digitalen Medien, darunter etwa Rubrikenportale wie Immonet und Stepstone, lieferten im 1. Quartal 2013 mit weltweiten Erlösen von rund 318 Millionen Euro den höchsten Beitrag zum Gesamtumsatz des Konzerns. kl
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