Vodafone lagert Vermarktung an G+J EMS aus

Freitag, 05. Februar 2010
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Neue Verbindung: Der Telekommunikationsriese Vodafone verzichtet in Deutschland künftig auf seine Vermarktungsabteilung, löst sie in Düsseldorf auf und übergibt den „Media Solutions" genannten Bereich an Gruner + Jahrs Digitalvermarkter G+J Electronic Media Sales (EMS) in Hamburg. Man kennt sich schon lange, schließlich vermarktet G+J EMS bereits seit 2006 das Mobilportal Vodafone Live und seit 2007 auch die Internetangebote des Telko-Konzerns (Arcor.de, Vodafone.de). Diese Verträge werden zudem um drei Jahre verlängert; hinzu kommen weitere neu gestartete Mobilportale, etwa Vodafone 360.

Arne Wolter von G+J EMS
Arne Wolter von G+J EMS
Die im Frühjahr geplante Integration von Vodafones Vermarktungsabteilung unters Dach von G+J EMS soll eine stärkere Verzahnung der Services ermöglichen, außerdem will sich der Konzern künftig „auf unsere Kernkompetenzen als Kommunikationsanbieter konzentrieren", erklärt Internet Services Director Volker Glaeser. Will sagen: Vodafone sourct Randbereiche aus. Betroffen sind zehn Mitarbeiter, mit denen derzeit über mögliche Jobs in Düsseldorf und Hamburg verhandelt werde. Zwei oder drei Mitarbeiter sollen am Rhein bleiben - künftig als Außenstelle (und auf Lohnzettel) von G+J EMS für den Großmandanten Vodafone.

G+J EMS sieht sich mit monatlich über 450 Millionen Mobile Page Impressions als „unangefochtener Reichweitenmarktführer" im Segment, sagt Geschäftsführer Arne Wolter. Allein Vodafones zwei Haupt-Mobilportale seien mit zusammen mehr als 3,7 Millionen Unique Usern und gut 400 Millionen Page Views pro Monat die größten in Deutschland. Die Onlineangebote kommen auf über 5 Millionen Unique User. Der Exklusivanspruch von G+J EMS umfasst allerdings nicht die Vermarktung der Vodafone-Apps sowie lokale Handy-Werbung - in beiden Fällen kann Vodafone auch andere Vermarkter mit ins Boot holen, da diese jungen Märkte sehr bearbeitungsintensiv und daher kaum alleine zu stemmen seien. rp
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