Vivendi Universal kann Umsatz leicht steigern

Dienstag, 11. Februar 2003

Der französisch-amerikanische Medienkonzern Vivendi Universal konnte seinen Umsatz im vergangenen Jahr trotz der Turbulenzen um den Führungswechsel leicht verbessern. Dies geht aus den vorläufigen Umsatzzahlen des Unternehmens hervor. Vor allem Zuwächse bei der Telekommunikationstochter Cegetel führten zu einem leichten Wachstum von 3,6 Prozent auf einen Gesamtumsatz von 28,7 Milliarden Euro. Analysten bewerteten dies als positives Signal. Außer Cegetel entwickelte sich nur die Computerspielsparte mit einem Umsatzplus von 21 Prozent auf 794 Milionen Euro überdurchschnittlich gut.

Universal Pictures konnte hingegen kaum Erfolge vermelden. Unter den großen Hollywood-Studios nimmt Universal nur noch den fünften Platz ein. Die Musiksparte Universal Music musste sogar leichte Umsatzeinbußen von 4,3 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro hinnehmen. Allerdings konnte der weltgrößte Musikkonzern seinen Marktanteil auf 28,9 Prozent leicht erhöhen.

Vivendi Universal kämpft mit einem Schuldenberg in Höhe von rund 20 Milliarden Euro. Der seit Sommer 2002 amtierende Vivendi-Chef Jean-René Fourtou hatte vor wenigen Tagen Spekulationen um einen Verkauf von Canal Plus dementiert. Nun deutet alles darauf hin, dass Vivendi Universal Entertainment, die Film- und Fernsehsparte des Konzerns, durch einen Verkauf oder durch einen Börsengang zu Geld gemacht wird.
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