Vive la France: Springer steigt beim Rubrikenmarkt Seloger.com ein

Freitag, 10. September 2010
Treibt Digitalisierung und Internationalisierung voran: Mathias Döpfner
Treibt Digitalisierung und Internationalisierung voran: Mathias Döpfner

Axel Springer baut sein Digital-Geschäft weiter aus. Der Berliner Verlag hat sich zunächst mit 12,4 Prozent an Seloger.com beteiligt. Der in Paris beheimatete Betreiber von sechs französischen Online-Immobilienportalen gilt als hochprofitabel. Im Geschäftsjahr 2009 erwirtschaftete das 1992 gegründete Unternehmen bei einem Konzernumsatz von 73 Millionen Euro ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von EUR 37,3 Millionen Euro - die EBITDA-Marge liegt bei 51,1 Prozent. Die Beteiligung in Höhe von 12,4 Prozent sieht Springer entsprechend auch nur als ersten Schritt an. Der Verlag, zu dem auch die Rubrikenportale Immonet und Stepstone gehören, plant eigenen Angaben zufolge ein öffentliches Angebot zum Erwerb aller ausstehenden Aktien von Seloger.com zu einem Preis von 34 Euro je Aktie in bar abzugeben. Das Angebot bewertet das gesamte Aktienkapital der Gesellschaft mit 566 Millionen Euro.

"Bereits seit Gründung unseres Unternehmens zählen Rubrikenmärkte zum Kerngeschäft von Axel Springer. In diesem Bereich sehen wir eine immer stärkere Verlagerung von der Print- in die Online-Welt", erklärt Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner. Mit der Beteiligung an Seloger.com wolle das Unternehmen seine europäische Präsenz im Bereich der Online-Rubrikenmärkte deutlich vergrößern. "Seloger.com SA hat sich klar als einer der Marktführer bei Online-Immobilienportalen in Frankreich positioniert und verfügt über hervorragende Wachstumsaussichten", so Döpfner weiter.

Seloger.com hat laut Unternehmensangaben ein Portfolio von 1,1 Millionen Online-Immobilieninseraten, eine Reichweite von 3,1 Millionen Unique Users und verzeichnet 14,1 Millionen Visits pro Monat. mas
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