Vivaki-Studie: Wie mobile Werbung funktionieren kann

Mittwoch, 16. Januar 2013
Diese Funktionen nutzen Internetuser mehrmals im Monat
Diese Funktionen nutzen Internetuser mehrmals im Monat
Themenseiten zu diesem Artikel:

Vivaki Werbung Smartphone


Über 90 Prozent der Smartphone-Nutzer beschränken sich trotz der neuen Alleskönner vorwiegend immer noch auf die mobile Kommunikation. Werbung auf dem Handy wird dabei nicht als störend empfunden, aber sie wird vom Mobiler nur wahrgenommen, wenn sie direkten und relevanten Nutzwert liefert. Das ist das Ergebnis der Studie "Mobile Minds 2012" des Düsseldorfer Unternehmens Vivaki. Das Telefonieren rangiert bei den Nutzern von Smartphones als Anwendung immer noch an erster Stelle. Über 80 Prozent surfen zudem mit ihrem Luxus-Mobiltelefon, mehr als 60 Prozent sogar täglich. Zum Smartphone greifen die meisten unterwegs (67 Prozent), bei Wartezeiten in einer Arztpraxis, an einem Bahnhof (66 Prozent) oder allgemein als Pausenfüller (54 Prozent).

Nur jeder Vierte nutzt dagegen das Smartphone für den Einkauf. Das könnte eine Erklärung sein, warum Mobile-Werbung bisher beim Verbraucher wenig Reaktionen hervorruft. Laut der Studie hat nur jeder Fünfte schon einmal bewusst auf Banner oder Coupons geklickt. Bei nur 14 Prozent hat Mobile-Werbung zu einem Kauf geführt.

Mit einer grundsätzlichen Verweigerung hat das bei aller vorhandenen Werbeskepsis aber nichts zu tun. Immerhin 40 Prozent der Befragten akzeptieren Werbung auf dem Smartphone. Die User haben dafür jedoch klare Anforderungen: Mobile-Werbung darf nicht stören, das begrenzte Datenvolumen nicht belasten und nicht zu schrill sein. Und es gibt noch eine zweite, inhaltliche Hürde. Mobile-Werbung muss Mehrwert liefern, über besondere Angebote informieren oder dem Nutzer die Wahl überlassen, ob er die Werbung sehen möchte. Das erklärt, warum über die Hälfte der Befragten vor allem QR-Codes auf Plakaten und Anzeigen, Gutscheine sowie Informationen nahegelegener Geschäfte als Werbeform kennen und akzeptieren.

Doch selbst wenn ein Unternehmen alle diese Regeln beherzigt, ist der Erfolg nicht garantiert. Auch der Absender muss stimmen. So haben Telekommunikationsunternehmen, Restaurants und Medienanbieter die größten Chancen, von den Nutzern akzeptiert zu werden. Ganz anders sieht das für Energie- und Arzneimittelhersteller aus. Beide Branchen passen nach Meinung der Befragten nicht so recht zu mobiler Werbung.

Vivaki Research befragte rund 1600 Smartphone-Besitzer und -Kaufwillige. Die vorliegenden Ergebnisse sind vom September 2012. mir
Meist gelesen
stats