Viva weiter in den roten Zahlen

Donnerstag, 14. August 2003

Trotz weiter sinkender Werbeeinnahmen ist die Kölner Viva Media Gruppe im zweiten Quartal operativ in die Gewinnzone zurückgekehrt. Ausschlaggebend dafür sei ein höheres Ergebnis bei ihrer Produktionsgesellschaft Brainpool. Unter dem Strich schrieb Viva aber im ersten Halbjahr rote Zahlen. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) für April bis Juni betrage 1,6 Millionen Euro nach einem Verlust von 10,8 Millionen im Vorjahresquartal, teilte der im Kleinwerte-Index SDax gelistete Musiksender mit. Der Umsatz liege mit 29,2 Millionen Euro auf Vorjahresniveau. Im ersten Quartal hatte Viva allerdings noch einen Umsatzeinbruch von fast 18 Prozent und einen Verlust vor Steuern und Zinsen von 1,5 Millionen Euro verbucht.

Die Werbeeinnahmen von Viva seien in Deutschland trotz einer leichten Belebung zum Ende des zweiten Quartals unter der Entwicklung im Vorjahreszeitraum geblieben, hieß es. So habe der Bereich Viva-TV National zwischen April und Juni 10,1 Millionen Euro erlöst nach 11,5 Millionen Euro im Jahr zuvor. Ausschlaggebend für die Ergebnissteigerung im Konzern sei das Abschneiden der TV-Produktionsgesellschaft Brainpool gewesen. Dort sei zum zweiten Quartal ein Ebit von 2,6 Millionen Euro erzielt worden bei einem Umsatz von 15,5 Millionen Euro.

Nach Steuern und Anteilen Dritter schreibt der Konzern nach eigenen Angaben indes rote Zahlen. Der Verlust belaufe sich im ersten Halbjahr auf 0,8 Millionen Euro, erklärte das Unternehmen. Dies entspreche einem Verlust je Aktie von 0,03 Euro nach einem Gewinn je Aktie von 0,45 Euro im Vorjahreszeitraum. Die liquiden Mittel sanken weiter und betrugen zum Stichtag 30. Juni 28 Millionen Euro. nr
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