Videoplaza bekommt weitere Finanzierungsrunde

Mittwoch, 01. Februar 2012
Videoplaza-CEO Sorosh Tavakoli
Videoplaza-CEO Sorosh Tavakoli

Der Bewegtbildspezialist Videoplaza bekommt in einer zweiten Finanzierungsrunde 12 Millionen US-Dollar, umgerechnet 9 Millionen Euro. Das Geld, das die Finanzinvestoren Innovacom und Qualcomm Ventures zur Verfügung stellen, soll in die internationale Expansion und in die Entwicklung neuer Ad-Server-Lösungen fließen. Das Unternehmen mit Sitz in London unterhält bereits Büros in Berlin, Stockholm, Paris, Madrid und Singapur. Videoplaza ist nach eigenen Angaben führend im eigens definierten Segment "werbebasierte Monetarisierung im Web TV" und betreut Kunden in 17 Märkten. Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, die Werbevermarktung im Bereich internetbasiertes Fernsehen und Bewegtbildinhalte im Netz aufzubauen. "Wir sind zu 100 Prozent der Sell-Side verpflichtet und versetzen Broadcaster und Publisher in die Lage, ihr Video-Inventar effektiv über alle Devises und Services zu monetarisieren", so Videoplaza-CEO Sorosh Tavakoli.

Die Technologie liefert Werbung auf allen möglichen Kanälen und Betriebssystemen aus, darunter Flash, HTML5, Android, Sony Playstation und Samsung Smart TVs. Im 4. Quartal 2011 wurden bereits 8 Prozent des Video-Ad-Serving-Volumes von Videoplaza von Geräten abgerufen, die keine stationären PCs mehr waren. Nach Schätzungen des Unternehmens wird dieser Anteil bis zum Jahr 2013 auf mehr als die Hälfte steigen.

Laut Videoplaza prüfen immer mehr Bewegtbildproduzenten, ob und wie sie Bewegtbild ohne Buy-out durch TV-Sender produzieren und monetarisieren können. Die großen TV-Gruppen versuchen in der Regel die Rechte für alle Geräte und Anwendungen mit zu erwerben, wenn sie mit den Produzenten und Rechteinhabern über ein klassisches Fernsehformat verhandeln.

Kleinere Player stellt die Refinanzierung der Produktionskosten jedoch meist vor große Herausforderungen. "Bedauerlich ist, dass in den letzten Jahren etliche Digital-TV-Sender in die Insolvenz geangen sind, die heute mit dem einfachen Zugang zu Distribution und Vermarktung eine echte Chance hätten", sagt Holger Schöpper, Country Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz. "Vielleicht erleben wir also in naher Zulunft das Revival von Modellen wie Tier TV, Timm und Co", gibt er sich optimistisch. pap
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