Verwertungsrisiko für Käufer des Kirch-Pakets

Dienstag, 03. September 2002

Kurz vor dem Abschluss des spektakulären Deals zwischen der WAZ-Gruppe und Leo Kirch kommen Zweifel über die Verwertbarkeit des 40-prozentigen Springer-Anteils des Münchner Pleitiers auf. Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge könnte das Hollywood-Studio Universal den Käufern des Aktienpakets einen Strich durch die Rechnung machen.

Wegen unbezahlter Rechnungen aus Filmlieferverträgen in Höhe von 760 Millionen Euro hat Universal rund 50 Firmen aus dem Kirch-Imperium in Los Angeles verklagt. Eine davon ist die Print Beteiligung, die den Springer-Anteil hält. Bekommt Universal recht, kann das Studio das Geld von der Print-Beteiligung einfordern - ein unkalkulierbares Risiko für die WAZ-Männer.

Noch bis zum 10. September kann Leo Kirch selbst über den Anteil am Springer-Verlag verfügen, danach fällt er an die Deutsche Bank, die das Paket mit dem Segen der Verleger-Witwe Friede Springer teilweise an der Börse platzieren will.
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