Verwaltungsrat von Pixelpark Schweiz tritt ab

Freitag, 04. April 2003

Die Turbulenzen beim Internetdienstleister Pixelpark haben jetzt auch die inzwischen einzige Auslandstochter in der Schweiz erfasst. Am Donnerstag dieser Woche sind sämtliche Verwaltungsräte von Pixelpark Schweiz zurückgetreten. Präsident Rolf Brugger begründete Agenturmeldungen zufolge den Schritt mit der "instabilen Führungssituation des Mutterhauses" in Berlin. Hinzu kämen "unüberbrückbare Differenzen" mit der Konzernführung. Eine Pixelpark-Konzernsprecherin wies in Berlin diese Darstellung den Meldungen zufolge zurück. Das Unternehmen werde gegen solche Äußerungen vorgehen.

Die Schweizer Tochter mit rund 60 Beschäftigten hat nach eigenen Angaben zuletzt rund 30 Prozent zum Gesamtumsatz des Unternehmens beigesteuert. Als Verwaltungsrat amtieren künftig Pixelpark-Finanzchef Henning Rönneberg und der Anwalt Christian Schmid. Die operative Führung liegt weiter bei Marcel Altherr.

Am vergangenen Montag hatte bereits der Aufsichtsrat des mit stark angeschlagenen Mutterkonzerns komplett das Handtuch geworfen. Gleichzeitig wurde mitgeteilt, dass unter anderem gegen den entlassenen Pixelpark-Gründer Paulus Neef Klage auf Schadenersatz erhoben werde. Hintergrund ist der umstrittene Kauf der Schweizer ZLU-Gruppe im März 2000. Gegen die Verkäufer der ZLU-Gruppe sei beim Landgericht Berlin bereits Schadenersatzklage eingereicht. ems
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