Versum.de geht mit Jobportal online

Dienstag, 27. März 2001

Das im März des vergangenen Jahres von insgesamt zehn deutschen Zeitungsverlagen gegründete Anzeigenportal Versum.de hat den Startschuss für den Online-Stellenmarkt Jobversum.de gegeben. Ziel des Unternehmens ist es, in der Folge alle klassischen Rubrikenmärkte der Tageszeitungen ins Internet zu übertragen. Damit soll die Wertschöpfungskette des Anzeigengeschäfts weiter ausgebaut werden, teilte das Unternehmen mit.

Die neue Online-Jobbörse soll zum Teil mit Inseraten aus den Partner-Zeitschriften gespeist werden. Wer als Firmenkunde in einer der insgesamt 88 Zeitungen der angeschlossenen Verlage inseriere, finde seine Stellenanzeige im Fließtext zusätzlich unter Jobversum.de und den regionalen Onlinediensten wieder, erklärt Kay Kohlhepp, Vorstand bei Versum.de. Durch diese kostenlose Zusatzleistung will das Unternehmen die Vermarktungsleistung für Firmenkunden deutlich erhöhen.

Kostenpflichtig sind hingegen reine Online-Stellenangebote sowie die Aufbereitung der Inserate mit grafischen Elementen wie Logos. Durch die Bündelung der Stellenanzeigen könne die neue Online-Jobbörse schon heute auf 65000 Inserate zurückgreifen, so Kohlhepp weiter. Weitere Portale für Immobilienanzeigen und für den Kraftfahrzeugmarkt sind nach Angaben von Versum.de bereits in Vorbereitung. Sie sollen schon in Kürze freigeschaltet und miteinander vernetzt werden.

Parallel zur Markteinführung der Internet-Stellenbörse startet eine von der Münchner Agentur i-Start konzipierte Anzeigenkampagne unter anderem in der "Berliner Morgenpost", dem "Kölner Stadtanzeiger" und der "Rheinischen Post". In Kürze soll die Kampagne auch auf den Bereich Onlinewerbung ausgedehnt werden. Ob das neue Jobportal auch in Rundfunk und TV beworben wird, ist bislang noch nicht entschieden. Insgesamt steht ein zweistelliger Millionenbetrag zur Verfügung.

Die Gesellschafter von Versum.de sind Ads & News, der Axel-Springer- Verlag, die Zeitungsgruppe M. DuMont Schauberg Köln, die Medien-Union Ludwigshafen, der Münchener Zeitungsverlag, die Rheinisch-Bergische Verlagsgesellschaft, die Stuttgarter Zeitung Verlagsgesellschaft, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, die Verlagsgesellschaft Madsack sowie die Westdeutsche Allgemeine Zeitungsverlagsgesellschaft. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Düsseldorf und beschäftigt derzeit 44 Mitarbeiter.
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