Veronica Ferres scheitert mit Klage gegen "Park Avenue"

Mittwoch, 15. Juli 2009
Veronica Ferres erleidet Schlappe vor Gericht
Veronica Ferres erleidet Schlappe vor Gericht

Weil sie in einer Reportage ihre Persönlichkeitsrechte verletzt sah, klagte Schauspielerin Veronica Ferres gegen das mittlerweile eingestellte Magazin "Park Avenue" - und zog den Kürzeren. Heute wies das Hamburger Landgericht ihre Klage ab. Der Gruner + Jahr-Titel hatte in seiner Juni-Ausgabe vom 21. Mai 2008 einen großen Artikel über Ferres und ihren Lebensgefährten Martin J. Krug veröffentlicht. Der Titel der Reportage: "Fall Ferres - Eine Schauspielerin zwischen Gutmenschen-Sucht und Geltungsdrang". Die Darstellerin hatte sich gegen gegen die Veröffentlichung gewehrt, sprach von einer "Hetzkampagne". Sie forderte eine Entschädigung von 100.000 Euro. 

Das Hamburger Landgericht wies heute Klage ab: "Im vorliegenden Fall fehlt es an einer schweren Persönlichkeitsverletzung." Somit "rechtfertigt die vorliegende Berichterstattung weder hinsichtlich einzelner Äußerungen noch in ihrer Gesamtschau die Zuerkennung einer Geldentschädigung". In der Urteilsbegründung heißt es im Hinblick auf bestimmte angegriffene Äußerungen des Artikels weiter: "Daneben enthält die Berichterstattung zulässige Meinungsäußerungen."

"Stern"-Chefredakteur Andreas Petzold, damals Herausgeber von "Park Avenue" kommentierte die Entscheidung so: "Das Urteil ist eine Genugtuung für gut recherchierende Journalisten. Es macht deutlich, dass sachlich  fundierte Kritik am öffentlichen Auftreten Prominenter nach wie vor  zulässig ist und dass es ihnen nicht gelingt, die Veröffentlichung  unliebsamer Fakten zu unterdrücken." jm
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