Vermarktung: Axel Springer will ins Mandantengeschäft einsteigen

Donnerstag, 10. Mai 2012
Axel Springer stellt seine Vermarktung neu auf
Axel Springer stellt seine Vermarktung neu auf


Manches neu macht der Mai: Axel Springer Media Impact (Asmi), die Vermarktungssparte des Berliner Medienhauses, steht nach HORIZONT-Informationen vor einer partiellen Neuausrichtung samt Umbau. So soll unter dem Arbeitstitel "Asmi 3.0" offenbar die konzernübergreifende Portfolio- und Zielgruppen-Vermarktung systematisch und organisatorisch in Form einer Art Inhouse-Agentur verstärkt werden. Zugleich will künftig auch Springer ins Mandantengeschäft einsteigen und Fremdinventar vermarkten. So soll Asmi unter dem unvermeidlichen Stichwort "360-Grad-Vermarktung" künftig die Aktionen einzelner Springer-Marken (etwa "Bild"-Volksprodukte), Konzernbeteiligungen wie das Werbeprospekt-Portal Kaufda und Kooperationen mit (Handels-) Unternehmen mit dem eigenen Medieninventar bündeln und gemäß dem bei Großverlagen mittlerweile üblichen Portfolio-Ansatz daraus Zielgruppenangebote maßschneidern.

Auch Direktmarketing, Leseraktionen, Social Media, Events, Corporate Publishing und gezielte Restplatz-Vermarktung durch Trading, Targeting, Selbstbucher-Plattformen und Umsatzbeteiligungsmodelle sind geplant. Das Mandantengeschäft will Asmi zunächst im Digitalen angehen; Print könnte später folgen. Bei Springer möchte man sich zum Thema nicht äußern und verweist auf eine Asmi-Tagung am Freitag dieser Woche. rp

Mehr zu diesem Thema lesen HORIZONT-Abonnenten in der Ausgabe 19/2012, die am Donnerstag dieser Woche erscheint.
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