Vermarkter im Tarif-Tiefflug

Mittwoch, 25. Juli 2001

In der Preisrunde 2001 halten sich die Begehrlichkeiten bei den großen Vermarktern in Grenzen. So will Seven-One-Media-Geschäftsführer Peter Christmann die Preissteigerungen bei 2 Prozent halten: "Die großen Sender werden noch konservativer kalkulieren." Auch der Kölner Wettbewerber IP Deutschland übt sich in Zurückhaltung, erklärt IP-Sprecher Jan Isenbart: "Wir werden ebenfalls im unteren einstelligen Prozentbereich liegen."

Bei RTL 2 werde es Preissenkungen geben. Während Christmann schon für das nächste Jahr wieder mit einem stärkeren Wachstum rechnet, ist Isenbart skeptisch: "Das lässt sich erst sagen, wenn wir die Konjunkturprognosen gesehen haben." Trotz der ungewohnten Hungerkur schneiden die großen privaten Vermarkter im Vergleich zu anderen Wettbewerbern noch gut ab. Kleine Player wie MTV, Viva oder TM 3 sind durch die verschärfte Konkurrenz zu Nullrunden oder Preissenkungen gezwungen.

Der Nachrichtensender N-TV hat schon reagiert und will seine Werbepreise ab 1. August im Schnitt um 22 Prozent senken. Unter den Befürwortern der Nullrunde befindet sich auch die ARD, die dadurch ihr neu formatiertes Vorabendprogramm den Agenturen schmackhaft machen will. Damit reagiere man auf den schleichenden Reichweitenverlust der Vergangenheit, sagt Achim Rohnke, Geschäftsführer der ARD Sales & Services: "Mit unseren innovativen Formaten werden wir die jungen Zuschauer zum Ersten zurückholen."
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