Verlegerverbände und Grossisten einigen sich auf neues Vertriebs-Regelwerk

Montag, 27. September 2010
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Annäherung in kleinen Schritten: Ungeachtet des schwelenden Grundsatzstreits um die Zukunft des Pressevertriebssystems verständigen sich die Kontrahenten beziehungsweise Marktpartner auf einem Nebenschauplatz. Konkret geht es um das Regelwerk, in dem Verlage und Grossisten den Umfang und die Usancen ihres täglichen Miteinanders festschreiben, genannt „Koordiniertes Vertriebsmarketing" (KVM). Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) haben sich jetzt mit dem Bundesverband Presse-Grosso nach zweijährigen Beratungen auf einen neuen KVM-Leistungsrahmen geeinigt - und damit auf die erste Neufassung seit 17 Jahren. Das neue KVM soll zum 1. November dieses Jahres in Kraft treten; Details hatte der Grosso-Verband bereits Mitte September bekannt gegeben. Thomas Hass, Leiter Vertriebsmarketing des Spiegel-Verlages und Sprecher der VDZ-Arbeitsgruppe KVM, bezeichnet die Einigung als eine „Anpassung an die aktuellen Marktbedingungen und Anforderungen", bei der beide Seiten, Verlage wie Grossisten, Kompromissbereitschaft gezeigt hätten. Hass spricht indes auch von einer „validen ersten Aktualisierung" - das klingt nach weiterem Änderungsbedarf. Tatsächlich sei vorgesehen, das KVM in Zukunft regelmäßig zu überprüfen und anzupassen. rp
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