Verleger wollen im Netz nur 7 Prozent Steuern zahlen

Dienstag, 25. Mai 2010
Fordert den ermäßigten Steuersatz: VDZ-Präsident Wolfgang Fürstner
Fordert den ermäßigten Steuersatz: VDZ-Präsident Wolfgang Fürstner

Auch im Internet wollen die Verleger vom ermäßigten Steuersatz für Presseerzeugnisse profitieren. Der Verlegerverband VDZ fordert laut "Spiegel", dass die ermäßigte Umsatzsteuer von 7 Prozent, die im Printbereich gilt, künftig auch bei Inhalten angewendet wird, die im Internet heruntergeladen werden. "Es entbehrt jeder inneren Logik, gleiche Inhalte unterschiedlich zu besteuern", sagt VDZ-Geschäftsführer Wolfgang Fürstner. Derzeit werden für Interneterlöse 19 Prozent Umsatzsteuer erhoben. Angela Merkel habe den Verlegern bereits 2007 zugesagt, eine entsprechende Regelung zu prüfen, klagt der Verband. Die Zeitschriftenverleger hatten immer wieder gefordert, dass auf die Umsatzbesteuerung für Presse ganz verzichtet wird. Es sei "unabdingbar", dass wenigstens die elektronischen Zeitschriften, die im Internet heruntergeladen werden, gleich besteuert werden.

Das Thema könnte an Relevanz gewinnen, wenn Apples iPad kommt. Der Tabloid-PC startet diese Woche und mehrere Verlage bringen eigene Apps auf den Markt, von denen viele kostenpflichtig sind. pap
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