Verleger halten an Klage gegen Tagesschau-App fest

Montag, 30. April 2012
BDZV-Präsident Helmut Heinen: "Wir sind enttäuscht"
BDZV-Präsident Helmut Heinen: "Wir sind enttäuscht"
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Die acht Zeitungsverlage, die juristisch gegen die Tagesschau-App der ARD vorgehen, halten an ihrer Klage gegen das Angebot fest. ARD und ZDF seien von der im Februar unterschriftsreif ausgehandelten Gemeinsamen Erklärung abgerückt, so die Begründung des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger. Damit stehe die Gesamtheit der ARD und das ZDF "offenbar bei der Frage der Textangebote in den Telemedien nicht hinter dem Verhandlungsergebnis", zeigte sich BDZV-Präsident Helmut Heinen enttäuscht. "Es ist bedauerlich, dass die Selbstverständlichkeit einer Überprüfung des Textumfangs in gebührenfinanzierten Angeboten nicht allen Sendeanstalten vermittelbar ist", meint Heinen. Die Folge: Die Zeitungsverlage wollen die am 30. April ablaufende Frist zur Stellungnahme am Landgericht Köln einhalten und die Klage fortsetzen.

Acht Zeitungsverlage, darunter WAZ, M. Dumont Schauberg, Rheinische Post, Lensing Wolff, Axel Springer, die Medienholding Nord, und die Verlage der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" und der "Süddeutsche" Zeitung" hatten vergangenes Jahr Klage gegen die Tagesschau-App der ARD eingereicht. Aus ihrer Sicht verstößt das textlastige Angebot gegen den Rundfunkstaatsvertrag. Zuletzt schien es, als würden sich Verleger und die öffentlich-rechtlichen Sender am Verhandlungstisch einig werden. Nun suchen die Verlage die Entscheidung vor Gericht. dh
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