Verlagsgruppe Hoppenstedt erhöht Gruppenumsatz 1997 auf 117,4 Millionen Mark

Donnerstag, 02. Juli 1998

Der Darmstädter Verlag konnte seinen Gruppenumsatz einschließlich der assoziierten Gesellschaft Bonnier Invest AB, an der der Verlag zu 40,2 Prozent beteiligt ist, somit um 4,4 Prozent gegenüber 1996 steigern. Im vergangenen Geschäftsjahr konnte er ein operatives Ergebnis nach Steuern von 3,2 Millionen Mark (1996: 1,8 Millionen) erwirtschaften. Der Cash-Flow stieg um 30 Prozent auf 6,7 Millionen Mark. Der Produktbereich Bezugsquellennachweise und Produktinformation hatte mit rund 34 Prozent den größten Anteil am konsolidierten Umsatz. Firmeninformationen machten 20, Finanz- und Börseninformationen 16, Fachzeitschriften 16 und das Druckhaus Darmstadt 14 Prozent vom Umsatz aus. "Die Umsatzentwicklung ist nicht so, wie wir sie gerne haätten", sagte Roland Repp, Sprecher der Geschäftsführung, auf der Jahresbilanzkonferenz in Frankfurt. Insgesamt gab sich Repp jedoch zuversichtlich: "Die positive Entwicklung setzt sich fort." Durch Produktbereinigungen und die zunehmende Verlagerung von Printprodukten hin zu elektronischen und damit zum Teil individuellen Informations-Angeboten sei die Umsatzqualität deutlich gestiegen. Nach den Rationalisierungsmaßnahmen und organisatorischen Änderungen der letzten Jahre sei es jetzt das vorrangige Ziel, in den nächsten Jahren vor allem durch Umsatzausweitungen die Erträge deutlich zu erhöhen. Insgesamt will Hoppenstedt künftig das Geschäftsfeld Electronic Publishing (EP) ausbauen. Repp: "Elektronik ist im Vormarsch. Hier sehen wir die Zukunft." Für die Fachzeitschriften gelte es, Print und EP im Service miteinander zu verbinden. Im September startet das Firmendatenbank-Angebot im Internet. 1998 soll Non-Print in der Gruppe 37 Millionen Mark erreichen. Insgesamt optimistisch sehen die Hoppenstedt-Manager das laufende Geschäftsjahr. Gerechnet wird mit einem Gruppen-Umsatzplus von 5 Prozent auf 123 Millionen Mark, der konsolidierte Umsatz wird voraussichtlich um 3 Prozent auf 103 Millionen Mark steigen. Ein in der Vergangenheit diskutierter Börsengang ist laut Repp derzeit kein konkretes Thema.
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