Verlagsgruppe Holtzbrinck will "Main-Post" für rund 150 Millionen Euro verkaufen

Montag, 13. Dezember 2010
Stefan von Holtzbrinck verhandelt über den Verkauf der "Mainpost"
Stefan von Holtzbrinck verhandelt über den Verkauf der "Mainpost"

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck prüft derzeit offenbar den Verkauf einer Regionalzeitung. Wie das "Handelsblatt" berichtet, befindet sich Verleger Stefan von Holtzbrinck in Gesprächen mit der Augsburger Presse-Druck- und Verlags-GmbH ("Augsburger Allgemeine"), die Interesse an der Würzburger "Main-Post" hat. Der Verkaufspreis soll zwischen 120 und 150 Millionen Euro liegen. Auf Anfrage von HORIZONT.NET war weder Stefan von Holtzbrinck noch der Bieter für eine Stellungnahme zu erreichen. Mit dem Verkauf würde sich Holtzbrinck noch stärker auf die Bereiche Internet und Bildung konzentrieren. Das Medienhaus besitzt neben der "Saarbrücker Zeitung", dem "Trierischen Volksfreund", dem "Südkurier", der "Lausitzer Rundschau" und 50 Prozent der "Zeit" auch die Buchverlage Rowohlt und S. Fischer sowie das VZ-Netzwerk mit den Plattformen StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ. Erst 2009 hat Stefan von Holtzbrinck mit dem Verkauf der Verlagsgruppe Handelsblatt, des "Tagesspiegel" und 50 Prozent der "Zeit" an seinen Halbbruder Dieter von Holtzbrinck für Schlagzeilen gesorgt. Bereits zu diesem Zeitpunkt gab es Gerüchte, Stefan von Holtzbrinck wolle sich künftig schrittweise vom schwächelnden Zeitungsgeschäft trennen.

Die Mediengruppe Main-Post, seit 1992 Teil der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck, gilt als das wichtigste Zeitungsverlagshaus im Wirtschaftsraum Mainfranken. Die "Main-Post" verfügt laut IVW über eine verkaufte Auflage von rund 128.000 Exemplaren. bn
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