Verlagsgruppe Holtzbrinck lehnt Partner beim Berliner Verlag ab

Donnerstag, 05. Dezember 2002

In seiner offiziellen Stellungnahme gegenüber des Bundeskartellamts zur geplanten Übernahme des Berliner Verlags hat die Verlagsgruppe Holtzbrinck größere Zugeständnisse abgelehnt. Einen Partner mit ins Boot zu nehmen, sei zu keiner Zeit in Frage gekommen, erklärte ein Holtzbrinck-Sprecher laut "Tagespiegel". Bestenfalls sei ein Verkauf der Magazine "Zitty" und "Tip" nach der Übernahme denkbar. Das Medienhaus will die Behörde stattdessen mit "rechtlichen und medienwirtschaftlichen" Argumenten von der Unbedenklichkeit des Kaufes überzeugen. Holtzbrinck bestreitet, dass die Verlagsgruppe durch die Übernahme eine marktbeherrschende Stellung im Teilsegment der Abo-Blätter auf dem Berliner Markt erhalten würde. In dieser Betrachtung sei die Rolle des Springer Verlags beim Anzeigenverkauf "nicht zutreffend gewürdigt" worden. Das Bundeskartellamt will bis 15. Dezember eine Entscheidung treffen.
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