Verlagsgruppe Handelsblatt streicht 150 Stellen

Mittwoch, 24. Juni 2009
Tritt auf die Kostenbremse: Verleger Dieter von Holtzbrinck
Tritt auf die Kostenbremse: Verleger Dieter von Holtzbrinck

Anfang der Woche war es noch ein Gerücht, jetzt ist es traurige Gewissheit: Die Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB) wird in großem Stil Stellen streichen. Wie ein Sprecher gegenüber HORIZONT.NET bestätigt, müssen 150 Mitarbeiter das Düsseldorfer Unternehmen verlassen. Mit dem Stellenabbau setzt der Verlag eine Empfehlung von OC&C um. Die Unternehmens- und Strategieberatung war damit beauftragt worden, das angesichts sinkender Anzeigenerlöse gebeutelte Verlagshaus fit für die Zukunft zu machen.

Nach Angaben des Sprechers sind alle Konzernbereiche - von der Verwaltung über den Verlagsbereich bis hin zur Redaktion - von den Sparmaßnahmen betroffen. Wo genau wieviele Mitarbeiter gehen müssen - "kein Kommentar". Nach Informationen von HORIZONT.NET sollen aber in den Redaktionen rund 20 Stellen wegfallen.

Neben den Kernmarken "Handelsblatt" und "Wirtschaftswoche" gehören auch die Titel des Fachverlags ("Absatzwirtschaft", "Der Betrieb") zum Portfolio der Verlagsgruppe, die zur DvH Medien GmbH Dieter von Holtzbrincks gehört. Der hatte die VHB Anfang Juni 2009 von seinem Halbbruder Stefan zurückgekauft. Die DvH Medien GmbH hält außerdem 100 Prozent der Anteile an der Berliner Tagesspiegel-Gruppe ("Der Tagesspiegel", "Zitty Berlin" / "Zweite Hand") und 50 Prozent am Zeit-Verlag. mas
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