Verlagsgruppe Handelsblatt mit Rekordergebnis

Dienstag, 13. April 1999

Die Verlagsgruppe Handelsblatt erzielte im vergangenen Jahr das beste Ergebnis ihrer Verlagsgeschichte. Vor allem das "Handelsblatt" und die elektronischen Medien zogen ihren Umsatz im Vergleich zum Vorjahr nochmals kräftig an. Insgesamt erreichte die Verlagsgruppe, zu der neben dem "Handelsblatt" unter anderem auch die Finanz- und Anlegertitel "Wirtschaftswoche" und "DM" gehören, gegenüber 1997 ein Umsatzwachstum von 10,4 Prozent. Dies entspricht einem Gesamtumsatz von 525,6 Millionen Mark (1997: 476,1). Der Cash-flow vor Ertragssteuern verbesserte sich mit 89 Millionen Mark im vergangenen Jahr im Vergleich zu 66 Millionen Mark im Jahr 1997 ebenfalls noch einmal kräftig. Der Zeitungsbereich (unter anderem "Handelsblatt" und "Junge Karriere") erwies sich mit einer Umsatzsteigerung von 14,2 Prozent auf 218,5 Millionen Mark (1997: 191,4) dabei als Grundstein des Erfolgs. Dies schlug sich auch in der verkauften Auflage des Blattes nieder, die um acht Prozent auf 150.024 Exemplare anstieg. Mit einer neuen wöchentlichen Beilage, die sich im Magazinstil und Zeitungsformat mit Informationen vor allem an Privatanleger wenden soll, will sich das "Handelsblatt" darüber hinaus ab dem zweiten Quartal 1999 gegenüber der Konkurrenz auf dem Feld der Wirtschaftspresse weiter profilieren. Positive Impulse für das Geschäftsfeld Zeitung kamen auch von der "Jungen Karriere", die sich im Segment der jungen Wirtschaftspresse mit einer Auflage von 150.000 Exemplaren vor allem an Studenten, Hochschulabsolventen und Young Porfessionels wendet. Demgegenüber büßte die Monatspublikation "DM" bei der verkauften Auflage 5,2 Prozent ein, während die "Wirtschaftswoche" sich mit 1,4 Prozent auf 178.272 Exemplare leicht verbessern konnte. Schnelles Wachstum kennzeichnet den Bereich Elektronik, bei dem die Verlagsgruppe vor allem mit der Wirtschaftsdatenbank Genios und ihren Online-Diensten überdurchschnittliche Umsatzwerte erwirtschaften konnte.
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