Verlagsgruppe Handelsblatt kämpft mit Sparkurs gegen Verluste an

Freitag, 11. April 2003

Rückläufige Werbeeinnahmen haben auch der Düsseldorfer Verlagsgruppe Handelsblatt zugesetzt. Der Umsatz des Medienunternehmens ging im Geschäftsjahr 2002 um 19 Prozent auf 294 Millionen Euro zurück. Im Vorjahr hatte der Verlag noch einen Umsatz von 364 Millionen Euro verbucht. Die Entwicklung des Bereichs Fachmedien lieferte den Düsseldorfern aber einen stabilen Teilumsatz von rund 62 Millionen Euro.

"Wir wollen auch weiterhin in die Fachmedien investieren", erklärt Harald Müsse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Verlagsgruppe Handelsblatt. Im Ergebnis konnte sich die Tochter der Verlagsgruppe Holtzbrinck steigern: Das Ebitda liegt bei 1,1 Millionen Euro (2001: -6,3 Millionen Euro). Umfassende Sparmaßnahmen verhalfen dem Verlag im vergangenen Jahr zu einer Kostenreduzierung von rund 80 Millionen Euro. Diesem strengen Sparkurs fiel das Anlegermagazin "Telebörse" zum Opfer. Zudem trennte sich das Handelsblatt von der Beteiligung am Nachrichtensender N-TV, der nicht zum Kerngeschäft zählte.

Der Online-Bereich Economy.one erfuhr eine neue Ausrichtung. Die Zahl der Beschäftigten wurde um 13,6 Prozent auf 1815 Mitarbeiter reduziert. Harald Müsse rechnet in diesem Jahr im Entscheidersegment mit einem Anzeigenrücklauf von knapp über 10 Prozent. "Bisher fehlt es noch an einem Umfeld, welches den Binnenkonsum anregt und für die Unternehmen Planungssicherheit schafft", bedauert Müsse. sch
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